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Berichte

Pfade in der Wüste von Yair Yupies Sela

„Wer nicht einmal den Geschmack der  Wüste auf der Zunge gehabt hat hat, kann nicht verstehen, was die von ihr Begeisterten dort finden.“ Esria Alon ( *1918, Naturschützer und Israelkenner)
Als ich vor vielen Jahren in die Wüste kam, fesselten mich insbesondere die klaren Linien und Spuren, die die Landschaft durchziehen. Wenn man sich ihnen nach langer Wanderung durch eine Schlucht oder ein Wadi nähert, spürt man Sicherheit sich auf ihnen fort zu bewegen. Die klare Spur geleitet einen manchmal zu einer kleinen Oase, manchmal zu einem Aussichtspunkt oder Gipfel und manchmal zu einem gemütlichen Schlafplatz. Dies ist Geschmack der Wüste!
Die Spuren heißen auch Grad oder Aufstieg, wie die von den Bewohnern angelegten Pfade, die sie für sich und für ihre Tiere immer nutzten und nutzen werden.
Seit vielen Jahren folge ich den Pfaden, und staune immer wieder, wie sie ihren Lauf finden. Denen, die sie vor mehreren hundert Jahren angelegt haben, danke ich von Herzen, denn sie machen es möglich, dass wir zu den lebendigen Mittelpunkten in der Wüste gelangen. Sich auf diesen Pfaden fort zu bewegen ist auch Geschmack der Wüste.


In den letzten Jahren fragte ich mich  warum sollten wir nicht auch mit dem Fahrrad auf Kamelpfaden fahren? - Dieselben Wege, auf denen sich viele Generationen, jede auf ihre Art fortbewegt haben. Heute geniessen wir den Aufenthalt in der Wüste mehr zur Erholung …und fahren neben den Kamelherden  mit dem Fahrrad. So wie die Kamelherden bei der Suche nach Futter ihren Weg finden und Pfade durch die Wüste bahnen, machen wir das mit unseren Fahrrädern. Wir sind glücklich, auf diese Art und Weise die alte Tradition, Wege in der Wüste zu erschliessen, fortzusetzen und uns an ihnen zu erfreuen.

Eine Fahrradtour rund um das Rachamwadi von Yaron Deeri

Nachal Racham, ein ausgetrocknetes Flussbett in dem nur bei Regen Wasser fliesst.
Das erste Mal bin ich vor einigen Jahren mit einer Gruppe aus Eilat durch das Wadi Racham gefahren. Schlagartig änderte sich mein Bild vom Fahrradfahren und von nun an lernte ich eine ganz andere Art des Fahrens im Gelände. Bereits nach einer Minute gab es die ersten Unebenheiten und für die hiesige, eher bergige Wüste die typischen Gefälle und ich musste absteigen. Schnelles Fahren, auch auf Abhängen ist in dieser Art Gelände unmöglich. Seitdem war ich viele weitere Male hier, auf verschiedenen Routen mit Unebenheiten, Böschungen,  Auf und Abfahrten und Hindernisse, die gibt es auf jeder Tour. Und jede Route stellt neue Anforderungen. Wenn man sich den Wegen anpasst, wird das Ganze bald zur Gewohnheit und man lernt immer Neues dazu.
Diese Art von Radfahren, die nicht im entferntesten dem gewohnten Fahren ähnelt verlangt vollkommene Konzentration auf den Weg und macht den Kopf frei von allem; eine gute Gelegenheit abzuschalten.
Inzwischen hat die Naturschutzvereinigung Shmurat le reshut ha Teva verschiedene Routen in der Gegend um den Racham als Fuß- und Radfahrwege ausgezeichnet. Die Radspuren ebenen die Wege auch für die Wanderer, und langsam erschliesst sich ein gut ausgebautes Netz.
Wir bitten alle Radfahrer auf die Natur zu achten und die Rastplätze sauber zu hinterlassen, damit die Wüste ursprünglich und unberührt bleibt und vielen anderen Radfahrern ein unvergessliches Erlebnis ermöglicht.